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Die Orgel
Von der Orgel der Hubertuskirche weist lediglich das Gehäuse den ursprünglichen, d. h. barocken Zustand auf. Das heutige Instrument ist ein Werk des Hüddessumer Orgelbauers Manfred Gaulke aus dem Jahre 1985. wohldenberg_i_6.jpgAn figürlichem Schmuck zeigt die Orgel zwei schalmeyen- blasende Engel und den harfespielenden König David.

An der Orgelbrüstung sehen wir erneut das Wappen des Fürstbischofs Clemens August, das im Folgenden näher gedeutet werden soll:

Das Wappen dokumentiert den Höhepunkt der Machtausdehnung des Barockfürsten. Es ermöglicht eine Datierung der Innenausstattung der Hubertuskirche, die demnach erst nach dem Jahre 1732 entstanden sein kann. Das ovale Wappenschild ist durch ein aufgelegtes Kreuz quadriert. Es handelt sich dabei um das Kreuz des Deutschen Ordens, dessen Hochmeister Clemens August ab 1732 war. Das schwarze Ordenskreuz auf Silber ist mit goldenen Lilienstäben belegt. Das goldene Mittelfeld zeigt einen schwarzen Adler. Auf dieses Ordenswappen aufgelegt befindet sich in der Mitte des Gesamtwappens das Hauswappen der Wittelsbacher. Wiederum quadriert zeigt es in zwei Quadranten die weiß- blauen Rauten Bayerns und in den beiden anderen den goldenen pfälzischen Löwen auf schwarzem Grund. Auch die einzelnen Wappen der Bistümer des Clemens August sind in dem Oval untergebracht:

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Oben links sehen wir das viergeteilte kurkölnische Wappen. Für Köln steht das schwarze Kreuz auf weißem Grund, für Engern die drei goldenen Herzen auf Rot, für Arnsberg der weiße Adler auf Blau, für Westfalen das weiße Pferd auf rotem Grund. Rechts daneben das Hildesheimer Bistumswappen, längsgespalten in Gold und Rot. Unten links sehen wir im oberen Teil das quadrierte Wapppen Paderborns, bestehend aus dem goldenen Kreuz auf rotem Grund und dem roten Pyrmonter Ankerkreuz auf Weiß. Für Osnabrück steht darunter das rote Rad auf weißem Grund. Daneben das viergeteilte Wappen von Münster: Der rote Balken in Gold für Münster selbst, drei schwarze Vögel auf Weiß und Rot für Stromberg, für Borkeloh drei goldene Kugeln auf Rot und für Werth drei schwarze Maueranker auf Weiß.

Über dem Wappen ist wiederum der Kurhut angebracht, bestehend aus rotem Samt, pelzverbrämt und besetzt mit Hemelinschwänzen. Auf vier Metallbügeln, die wiederum mit Perlen besetzt sind, ruht die Weltkugel mit Kreuz. Dahinter Schwert und Bischofsstab.

 
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